10 Tage | inkl. Flug Mittelklassehotels***+
Termine bis: 20.05.2022


RUSSLAND | Geschichte verstehen Spurensuche

Dauer: 9 Nächte ab € 1.990
Wolgograd Ganina Yama Monino Moskau

Die Geschichte ganz Russland zu entdecken, dazu braucht es zweifellos sehr viel mehr als nur eine 10-tägige Reise. Doch lassen Sie uns beginnen mit einem Blick auf drei der plakativsten Ziele Russlands und ihre große historische Bedeutung! Da wäre zunächst die Metropole Moskau, Hauptstadt und Zentrum der Macht, Heimat der Mächtigen. Global gesehen eine der wichtigsten Städte der Welt in politischer und auch in wirtschaftlicher Hinsicht. In Jekaterinburg im Ural werfen wir einen Blick zurück in die Vergangenheit, als das Zarenreich 1918 mit der Ermordung von Zar Nikolaus II. und seiner Familie aufhörte zu existieren. Der dritte Teil dieser Reise befasst sich mit Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad, das als Synonym für Grausamkeit und Brutalität des deutschen "Russlandfeldzuges" tragische Berühmtheit erlangte. Eine Spurensuche im Russland von Heute, auch im kollektiven Gedächtnis Österreichs.

Linienflüge Wien - Moskau - Wien (SU bzw. S7)
Inlandsflug Moskau - Jekaterinburg (SU bzw. S7)
Inlandsflug (Alternative: Bahnfahrt) Jekaterinburg - Wolgograd (SU bzw. S7)
Inlandsflug Wolgograd - Moskau (SU bzw. S7)
Flughafen- und Sicherheitsgebühren lt. Stand bei Drucklegung
Transfers/Rundreise im bequemen Reisebus
Schifffahrt auf der Wolga
Dinner-Cruise auf der Moskwa
9 Übernachtungen in guten/sehr guten Hotels (3*/4* Kat.)
Verpflegung lt. Programm: 9x Frühstück, 2x Mittagessen, 7x Abendessen
Besichtigungen und Eintritte für alle im Programm angeführten Sehenswürdigkeiten
Lokale deutschsprachige Reiseleiter in Russland
Informationsmaterial & Reiseliteratur (1 Exemplar/Zimmer)
Qualifizierte Studienreiseleitung: Dr. Winfried Garscha (Änderungen vorbehalten!)

1. Tag: Wien - Moskau (A) Mittags Linienflug von Wien in die russische Hauptstadt, Ankunft am späteren Nachmittag. Bei der Panoramafahrt am Weg ins Hotel gewinnen Sie einen Einblick in die Dimensionen der größten Stadt des Landes. Check-in und Abendessen im Hotel, danach mit der Metro zum Roten Platz und Bummel im abendlich beleuchteten Zentrum der Stadt.

2. Tag: Große Stadtrundfahrt Moskau (F/A) Nochmals zum Roten Platz. Großfürst Iwan III. ließ im 15. Jh. die Holzbauten abreißen, um den aus dem 12. Jh. stammenden Kreml nicht durch Feuer zu gefährden. Das freie Areal wurde zum Marktplatz und ab dem 16. Jh. um Bauten wie die Basiliuskathedrale, Denkmäler russischer Volkshelden und später das Lenin-Mausoleum erweitert. Innenbesichtigungen sind geplant in einer der Kreml-Kathedralen, dann Rundgang auf dem Kremlgelände - seit dem 13. Jh. politisches und auch religiöses Zentrum Russlands. "Über der Stadt ist der Kreml, über dem Kreml ist nur Gott", lautete ein Sprichwort. Blick auf das Lenin-Mausoleum (außen) und individuelle Mittagspause beim Kaufhaus "GUM". Im Lauf des Tages sehen Sie u.a. weiters das Bolschoitheater, die Sperlingsberge, die Erlöserkathedrale, die Lomonossow Universität.

3. Tag: Moskau - Monino - Ljublino - Jekaterinburg (F/M) Ausflug nach Monino, 40km östlich von Moskau, bis 1956 Militärflughafen, heute Luftfahrtmuseum. Das Museum zeigt die Entwicklung der sowjetischen Luftwaffe von Anbeginn mit vielen früher geheimen Objekten. Besonders sehenswert ist das Außengelände mit zahlreichen Einzelstücken und seltenen Prototypen. Insgesamt sind etwa 173 Flugzeuge und Hubschrauber sowie 127 Motoren und Turbinen ausgestellt, davon sind viele Exponate von der Russischen Akademie der Wissenschaften zu nationalen Monumenten von Wissenschaft und Technologie erklärt worden. Mittagessen unterwegs, dann nach Ljublino im Südosten Moskaus zum Kriegsgefangenen-Friedhof. Hier sind fast 600 Soldaten aus elf Ländern beigesetzt, die zwischen 1945 und 1949 in Kriegsgefangenschaft starben, davon 17 Österreicher. Am Nachmittag zum Flughafen Moskau und Abendflug nach Jekaterinburg.

4. Tag: Jekaterinburg (F/A) Die Geschichte der Stadt ist untrennbar mit Katharina der Großen, aber auch mit Zar Nikolaus II und dem Ende der Romanows verbunden: Stadtrundfahrt mit Besuch der "Europa-Asien-Säule", eines Obelisken, der die Grenze zwischen den beiden Kontinenten markiert. Blick auf die vielen Gebäude aus sowjetischer Zeit im Schatten moderner Glaspaläste. Der ganze Tag wird der Besichtigung der viertgrößten Stadt Russlands gewidmet, die erstaunlich viele Facetten neben der Geschichte der Romanows zu bieten hat. Übrigens: Wenn Sie ein Portrait des ehemaligen Präsidenten Boris Jelzin sehen - er ist einer der berühmten Söhne der Stadt.

5. Tag: Ausflug ins ländliche Uralgebiet (F/M) An der Stelle der heutigen Kathedrale auf dem Blute im Stadtzentrum stand das Ipatjew-Haus, in dem 1918 Zar Nikolaus II., seine Frau und ihre fünf Kinder ermordet wurden. In der Stille des Ural, in einem Föhrenwald am nördlichen Stadtrand, liegt Ganina Jama. Hierhin wurden die Leichen der Romanows verschleppt. Das Männerkloster der Heiligen Zarenmärtyrer erinnert an dieses geschichtsträchtige Ereignis. Es ist ein einzigartiges Ensemble mit sieben Holzkapellen. Busfahrt durch kleinere Dörfer des Ural, Einblick in das einfache Landleben. Mittagessen unterwegs. Immer wieder trifft man in der Natur auch auf Wissenschaftler, die die geologischen Besonderheiten der Region erkunden. Am späteren Nachmittag sind Sie wieder in Jekaterinburg.

6. Tag: Jekaterinburg - Wolgograd (F/A) Am Vormittag bleibt - je nach Flugplan - noch Zeit für einen Bummel in der lebhaften Fußgängerzone von Jekaterinburg oder für einen optionalen Besuch im Museum. Ein Klassiker wären das Museum der Bildenden Künste oder das Edelsteinmuseum, wir empfehlen uns aber für das Ural State Military History Museum entschieden, für das wir Karten anbieten: Die gut arrangierte Schau ergänzt das große Thema der Reise "Geschichte verstehen". Sie zeigt Objekte vom Bürgerkrieg 1918-20 über den Zweiten Weltkrieg bis zum Kalten Krieg, darunter das 1960 abgeschossene US-Spionageflugzeug U2. Anmeldung erforderlich. Flug mittags oder am frühen Nachmittag nach Wolgograd, Schauplatz einer der größten und entscheidendsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs.

7. Tag: Wolgograd - erste Annäherung (F/A) Wolgograd liegt strategisch günstig ca. 1100km von Moskau und 400km vom Kaspischen Meer entfernt. Die wechselvolle Geschichte der Stadt spiegelt sich in besonderer Weise in ihren verschiedenen Namen wider: Zarizyn - Stalingrad - Wolgograd. Die von August 1942 bis Februar 1943 dauernde Schlacht gilt als Wendepunkt des Zweiten Weltkrieges. Das heutige Wolgograd ist aber auch eine aufstrebende Metropole und ein bedeutendes Wirtschaftszentrum Süd-Russlands. Die 6-spurige Brücke über die Wolga gehört mit einer Länge von etwas mehr als 7km und einer Breite von 32m zu den längsten Brücken Europas. Stadtrundfahrt und Besuch des Mamajew-Hügels ("Anhöhe 102") mit dem gigantischen Ehrenmal der Helden der Stalingrader Schlacht und der riesigen Statue "Mütterchen Russland". Weiters Besuch des Panorama-Museums Stalingrader Schlacht und des exemplarischen Pawlow-Hauses, ein Denkmal, das an die erbitterten Kämpfe Haus-um-Haus zwischen den Soldaten der 6. Armee und der Roten Armee erinnert.

8. Tag: Wolgograd und Umgebung (F/A) In dem südlichen Stadtteil Krasnoarmeisk befindet sich die frühere deutsche Siedlung Alt Sarepta, die 1765 von der "Herrnhuter Brüdergemeinde" aus der Oberlausitz gegründet wurde. Die ca. 20 erhalten gebliebenen historische Bauwerke stehen unter Denkmalschutz. Dann Führung am Wolga-Don-Kanal. Der schiffbare Wolga-Don-Kanal verbindet mit einer Länge von rund 100km und 13 Schleusenanlagen die Wolga mit dem Don und ist die Verbindung vom Kaspischen ins Schwarze Meer. Der Kanal wurde von politischen Gefangenen errichtet, viele kamen dabei zu Tode. Geplant ist außer der Schifffahrt auf der Wolga auch die Besichtigung der deutschen Kriegsgräber (Rossoschka). Ein gepflasterter Weg führt am alten Friedhof vorbei zum zentralen Gedenkplatz mit einem Hochkreuz. Auf großen Granitblöcken sind die Namen von fast 120.000 Vermissten und Toten verewigt. Hinweis: Bei den Besichtigungen in und um Wolgograd behalten wir uns Anpassungen vor, um auf die örtlichen Gegebenheiten und die zeitlichen Möglichkeiten bestens reagieren zu können. Der exakte Programmablauf wird somit kurzfristig zwischen unserem fachkundigen Reiseleiter Dr. Winfried Garscha und dem lokalen Fremdenführer abgesprochen.

9. Tag: Wolgograd - Moskau (F/A) Rückflug nach Moskau, dort runden wir den Themenkreis ab mit einem Besuch im Museum des Großen Vaterländischen Krieges auf dem Poklonnaja-Hügel. Im 1995 eröffneten Siegespark auf dem Hügel fühlt man eine ganz eigene Atmosphäre des Geschichtsbewusstseins und der Trauer. Neben themenbezogenen Ausstellungen in der Großen Halle und am Freigelände sind eine orthodoxe Kirche, eine Moschee und mehrere Denkmäler zu finden. Die 1998 errichtete Gedenksynagoge erinnert an die russischen Opfer des Holocaust. Abends Bootsfahrt auf der Moskwa, eine der schönsten Möglichkeiten, das beleuchteten Zentrum von Moskau zu sehen (ca. 2 1/2 h, Abendessen an Bord).

10. Tag: Moskau - Rückflug nach Wien (F) Freie Zeit oder optionalen Ausflug zum Bunker 42 (Museum des Kalten Krieges): Lange war es ein Staatsgeheimnis, dass im Zentrum von Moskau, in 60m Tiefe, ein riesiges Tunnel- und Bunkersystem liegt. Die Anlage geht auf die 1950er-Jahre zurück, war Schutz- und Kommandoraum für die Regierung und die Spitze der Roten Armee im Fall eines Atomkrieges. Führung mit Blick auf die Technik-Räume, Aufenthaltsbereiche und natürlich die geheime Kommandozentrale. Am Nachmittag zum Flughafen und Rückflug nach Wien.

Flugplan-, Hotel- und Programmänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten | F=Frühstück, M=Mittagessen, A=Abendessen

Fakultative Leistungen
  • Ural State Museum € 19. Bunker 42 p.P. € 55 (min. 15 Personen)
Nicht inkludiert
  • Visum, Trinkgelder, weitere Eintritte
Teilnehmerzahl
  • 15 bis max. 26 Personen
Reiseinformation
  • Die Reise ist für Teilnehmer mit eingeschränkter Mobilität nur bedingt geeignet.
Veranstalter
Termin
  • 20.05.-29.05.2022
Leistung Preis pro Person Einzelzimmerzuschlag
Geführte Studienreise 1.990 215
Ausflug Bunker pP € 55,-
Ausflug Ural Museum pP € 19,-

Mindestteilnehmerzahl bei fakultativen Ausflügen: 15 Personen

Zuschläge
  • Kleingruppenzuschlag: bei Durchführung einer Kleingruppe von 15-22 Personen wird ein Zuschlag von € 175,- pro Person erhoben

Auf der Seite "Service" finden Sie noch wichtige Infos über unsere Servicepauschalen bei Buchung, Gesundheitsinfos und eine Reisecheckliste für Ihren Urlaub.

Die Ruefa GmbH prüft und aktualisiert ständig die Information auf ihren Webseiten. Trotz aller Sorgfalt können sich Daten inzwischen verändert haben. Eine Haftung oder Garantie für Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Information ist daher ausgeschlossen.

Weitere Angebote

Wir sind ausgezeichnet & zertifiziert