7 Nächte | inkl. Besichtigungsprogramm 4* Hotel****
Termine von 04.04.2020 bis 24.10.2020


Moldawien | von Bessarabien nach Odessa

Dauer: 7 Nächte ab € 1.480
Moldawien Chisinau Moldovita

Moldawien ist touristisch noch nahezu unbekannt. Das im 14. Jahrhundert entstandene und lange unter osmanischer, dann unter russischer Herrschaft stehende Fürstentum Moldau wechselte ab dem 19. Jahrhundert oft die Zugehörigkeit zwischen Rumänien und Russland, bis nach dem Zweiten Weltkrieg diese Gebiete zur "Moldawischen Sowjetrepublik" wurden. Nach einer wechselvollen Geschichte wurde 1991 die Unabhängigkeit ausgerufen. Doch nicht nur die ethnische und religiöse Vielfalt, sondern auch das reiche Erbe der orthodoxen Klöster und die lebendige Volkskultur sind es, die Moldawien als Studienreiseziel attraktiv erscheinen lassen.

Linienflüge Wien - Chişinău/Odessa - Wien (Austrian Airlines) in der Economy-Klasse
Flughafen- und Sicherheitsgebühren
Transfers/Rundreise im bequemen Reisebus
6 Übernachtungen in guten Hotels (Kat. 4*), 1 Übernachtung auf einem Weingut (voraussichtlich in Purcari)
Verpflegung lt. Programm: 7x Frühstück, 2x Mittagessen, 5x Abendessen
Besichtigungsprogramm laut Reiseverlauf
Besichtigungen und Eintritte (mit * gekennzeichnet): Ethnografisches Museum/Chişinău, Mönchskloster Curchi, Festung in der Kleinstadt Soroca, Höhlenkloster "Maria Himmelfahrt"
Besuch der Weinkeller von Cricova inkl. Weinprobe
Besuch der Cognac-Fabrik KVINT
Informationsmaterial & Reiseliteratur (1 Exemplar/Zimmer)
Teilweise örtliche deutschsprachige Fremdenführer
Qualifizierte Studienreiseleitung: Veronica Perepelita (Änderungen vorbehalten!)

1. Tag: Wien - Chişinău (A) Flug nach Chişinău. Die Hauptstadt Moldawiens ist mit mehr als 700.000 Einwohnern auch die bevölkerungsreichste Stadt des Landes. Sie ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort, Universitätsstadt und Kulturzentrum. Wir unternehmen einen ersten Rundgang durch die Stadt und genießen anschließend ein Willkommensabendessen in einem landestypischen Restaurant.

2. Tag: Die Hauptstadt (F/A) Nach dem Frühstück unternehmen wir einen ausführlichen Rundgang durch Chişinău. In der 700.000-Einwohner-Stadt sind viele sowjetische Baudenkmäler erhalten, z.B. der perfekt erhaltene Bahnhof im neobyzantinischen Stil. Wir spazieren den Boulevard Stefan cel Mare entlang - vorbei am neuen Parlament, dem Triumphbogen, Plattenbauten, der Christi-Geburt-Kathedrale und beenden den Rundgang im Puschkin-Park. Nach einer individuellen Mittagspause besuchen wir das Ethnografische Museum*, das 1905 im orientalischen Stil errichtet wurde. Im Museum befinden sich viele wertvolle und teilweise einzigartige Exponate, wie ein Skelett des riesigen Hauer-Elefanten. 1906 wurde beim Museumsgebäude der erste botanische Garten der Region angelegt, der heute noch besteht.

3. Tag: Im Weinkeller, im Kloster & bei den Bienen (F/M) Am Vormittag besuchen wir den Weinkeller* von Cricova. Beeindruckt stehen wir in der berühmtesten unterirdischen Weinstadt Europas (60km befahrbare Straßen mit Millionen von gelagerten Weinflaschen). Durch die optimalen Klimabedingungen bewahren hier viele Politiker (wie z.B. der russische Präsident Putin, der auch seinen 50. Geburtstag im Keller feierte) ihren persönlichen Weinvorrat auf. Besichtigung mit Weinprobe. Anschließend besuchen wir das bedeutende Mönchskloster* Curchi, das mit drei Kirchen, dem Refektorium, Unterkünften, einem Friedhof, Gärten und Teichen zu den malerischsten Sehenswürdigkeiten des Landes zählt. Im Dorf wird ein traditionell-moldawisches Mittagessen serviert. Als Tagesabschluss besichtigen wir das auf einem Weinberg gelegene kleine Kloster Frumoasa, das als typisch für die Seele des Landes bezeichnet wird. In der Nähe liegt die Casa Mierii: das Honighaus umfasst 130 Bienenvölker. Wir erhalten eine Einführung in die Imkerei und dürfen die süßen Honigprodukte verkosten. Übernachtung in Bălți, der "Hauptstadt des Nordens".

4. Tag: Festung Soroca, "Zigeunerhauptstadt" und Höhlenkloster (F/A) Nach dem Frühstück besichtigen wir die Festung* in der Kleinstadt Soroca. Die Anlage aus dem 16. Jahrhundert hat einen kreisförmigen Grundriss und vier vorgelagerte Ecktürme. Bis zu 2.000 Soldaten verteidigten die Festung gegen die türkische Armee. Bei einer Belagerung fand auch die Bevölkerung Zuflucht innerhalb der Mauern. Sie konnten sich aus einem Ziehbrunnen im Hof mit Wasser versorgen. Die Zinnen sind mit einem umlaufenden hölzernen Wehrgang verbunden. Eine alte Legende über einen weißen Storch und die Festung Soroca besagt, dass während einer langen Belagerung die hungrigen Verteidiger ihr Überleben einem weißen Storch zu verdanken hatten, der ihnen Trauben brachte. International bekannt ist Soroca als Zigeunerhauptstadt Europas, wobei der Begriff Zigeuner (cigani) nicht diskriminierend gemeint ist. Die moldauischen Sinti und Roma verwenden den Begriff als Eigenbezeichnung. Die Häuser auf dem "Soroca-Hügel" sind protzig und orientieren sich an berühmten Gebäuden wie dem Kapitol in Washington. Wenn möglich besuchen wir eine Familie und informieren uns über die Sitten, Bräuche und Lebensbedingungen der Menschen, die hier leben. Am Nachmittag Fahrt nach Orheiul Vechi (Alt-Orhei), einen Höhepunkt unserer Reise: Besichtigung des einzigartigen Höhlenklosters* "Maria Himmelfahrt", hoch über dem Fluss Răut in die Kalksteinfelsen gehauen und eingebettet in die spektakuläre Landschaft. Die Mönche haben vom 15. bis zum 17. Jahrhundert Kammern und Tunnel in die Muschelkalkwände gegraben. Im Inneren zu sehen: eine unterirdische Kapelle und die Schlafkammern der Mönche.

5. Tag: Ausflug nach Transnistrien (F/A) Transnistrien, eines der letzten Relikte des real existierenden Sozialismus, ist seit 1990 faktisch von der Zentralregierung in Chişinău unabhängig und verfügt unter anderem über eine eigene Regierung, Währung, Verwaltung und Militär. Bislang erkennt kein anderer Staat und keine internationale Organisation das Gebiet als souveränen Staat an. Bevor wir die "Hauptstadt" Tiraspol erreichen, halten wir bei der großen Festungsanlage von Bender (Fotostopp). Sie wurde kurz nach der türkischen Besatzung Bessarabiens 1538 unter Sultan Süleyman erweitert. Weiterfahrt nach Tiraspol, deren sowjetische Wohnblocks in einem System rechtwinklig zueinander angeordneter Straßenzüge verteilt sind. Nach der Stadtrundfahrt besuchen wir die Cognac-Fabrik* KVINT, die exquisite hochprozentige Getränke produziert. Bei einer Verkostung können Sie sich gerne davon überzeugen. Wir genießen unser Abendessen inkl. Weinverkostung auf einem Weingut in der Umgebung von Purcari, wo wir auch übernachten werden.

6. Tag: Ans Schwarze Meer (F/A) Wir verlassen die Republik Moldau und überqueren in Palanca die Grenze zur Ukraine (Wartezeiten möglich!). Odessa liegt malerisch am Ufer des Schwarzen Meeres. Die ukrainische Millionenstadt hat eine bewegte Geschichte hinter sich, dennoch: Ihre Bewohner sind bekannt dafür, ihren Humor und ihren unabhängigen, kosmopolitischen Lebensstil stets zu pflegen. Odessa ist ein Zwitterwesen. Nicht russisch, nicht ukrainisch und nie wirklich realsozialistisch gewesen, darauf legt man hier größten Wert. Früher hat Odessa am Schwarzen Meer als Tourismus-Zentrum mit der Krim konkurriert. Doch seit der russischen Annexion der Halbinsel 2014 ist die Zahl von einer Million auf 2,5 Millionen Besucher gestiegen.

7. Tag: Odessa - Jugendstil und Sowjetkult (F/M) Ausführliche Besichtigung von Odessa. Im Lauf des Tages sehen wir die unterschiedlichen Stilrichtungen der Innenstadt-Bauten von Jugendstil über Klassizismus bis Neogotik. Natürlich fehlen im Besichtigungsreigen weder die berühmte Potemkin-Treppe, noch das Rathaus bzw. das Museum der Schönen Künste. Das Opernhaus, ab 1883 vom Wiener Büro Fellner & Helmer erbaut, gehört zu den schönsten Häusern Osteuropas. Sehenswert ist die neu aufgebaute Verklärungskathedrale. 1936 ordnete Josef Stalin ihre Zerstörung an: sie wurde in der Nacht gesprengt. Schon während der rumänischen Herrschaft in Odessa während des Zweiten Weltkriegs gab es Überlegungen zum Wiederaufbau der Verklärungskathedrale. 1999 wurde damit begonnen, am 21. Juli 2010 konnte der Neubau durch den russischen Patriarchen Kyrill I. geweiht werden. Die Verklärungskathedrale ist eines der namhaftesten Beispiele für die so genannte Wiedergeburt religiöser Bauwerke nach planmäßiger Zerstörung und Jahrzehnten der Sowjetherrschaft. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in einem lokalen Restaurant steht der Nachmittag zur freien Verfügung.

8. Tag: Odessa - Wien (F) Je nach Abflugzeit haben Sie Gelegenheit, noch einmal Ihre Lieblingsorte in Odessa aufzusuchen, bevor wir uns auf die Heimreise nach Wien begeben.

Flugplan-, Hotel- und Programm­änderungen bleiben vorbehalten. F=Frühstück, A=Abendessen

Nicht inkludiert
  • Trinkgelder
  • weitere Eintritte
  • Versicherung
Teilnehmerzahl
  • Mindestteilnehmerzahl 15 Personen | maximal 26 Teilnehmer
Veranstalter
Termine
  • 04.04.-11.04.2020
  • 25.04.-02.05.2020
  • 16.05.-23.05.2020
  • 30.05.-06.06.2020
  • 05.09.-12.09.2020
  • 26.09.-03.10.2020
  • 24.10.-31.10.2020
Abflughafen
  • Bundesländerabflüge: auf Anfrage mit Aufpreis zzgl. Taxen des Abflughafens
Abreise am Leistung Doppelzimmer Einzelzimmerzuschlag
04.04.2020 Moldawien mit einem Abstecher nach Odessa 1.480 330
25.04.2020 Moldawien mit einem Abstecher nach Odessa 1.480 330
16.05.2020 Moldawien mit einem Abstecher nach Odessa 1.480 330
30.05.2020 Moldawien mit einem Abstecher nach Odessa 1.525 330
05.09.2020 Moldawien mit einem Abstecher nach Odessa 1.480 330
26.09.2020 Moldawien mit einem Abstecher nach Odessa 1.480 330
24.10.2020 Moldawien mit einem Abstecher nach Odessa 1.480 330
Zuschläge
  • Kleingruppenzuschlag: bei Durchführung einer Kleingruppe von 15-19 Personen wird ein Zuschlag von € 145,- pro Person erhoben

Auf der Seite "Service" finden Sie noch wichtige Infos über unsere Servicepauschalen bei Buchung, Gesundheitsinfos und eine Reisecheckliste für Ihren Urlaub.

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